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Heizkörper im Altbau richtig dimensionieren: Auswahl, Austausch und Betrieb

Die Antwort auf einen Blick:
Ein falsch dimensionierter Heizkörper im Altbau kann zu kalten Räumen oder hohen Energiekosten führen. Alte Rippenheizkörper benötigen sehr hohe Vorlauftemperaturen und sind für moderne Brennwert- oder Wärmepumpensysteme nur bedingt geeignet. Größere Platten- oder Niedertemperaturheizkörper können niedrige Temperaturen besser nutzen und steigern die Effizienz. Zur richtigen Dimensionierung müssen die Raum‑Heizlast und das energetische Niveau des Gebäudes bekannt sein. Eine professionelle Heizlastberechnung, die Auswahl geeigneter Heizkörpertypen und ein hydraulischer Abgleich sichern den Betrieb – insbesondere in Hamburg und Schleswig‑Holstein, wo erneuerbare Energienanteile gesetzlich gefordert werden.

Altbauten brauchen passende Heizflächen

Altbauten zeichnen sich durch hohe Decken, dicke Wände und oft unzureichende Wärmedämmung aus. Gleichzeitig sind in vielen Gebäuden Rippenheizkörper oder andere ältere Modelle verbaut. Diese Wärmespender liefern Wärme vor allem durch Konvektion und benötigen häufig Vorlauftemperaturen von 70 bis 90 °C, um Räume ausreichend zu beheizen. Moderne Heizsysteme – insbesondere Brennwertkessel und Wärmepumpen – arbeiten jedoch effizienter bei niedrigeren Temperaturen. Eigentümerinnen und Eigentümer stehen vor der Frage, wie sie ihre Heizkörper anpassen oder austauschen können, ohne die Struktur des Gebäudes zu verändern.

Der Gesetzgeber verschärft die Anforderungen an Heizsysteme: In Hamburg gilt ab Mitte 2026 für neue Heizungen in Bestandsbauten eine erneuerbare Energiequote von mindestens 65 Prozent, während Schleswig‑Holstein bei Heizungswechseln bereits heute einen Mindestanteil von 15 Prozent erneuerbarer Energie fordert. Diese Vorgaben erhöhen den Druck, fossile Heizungen zu modernisieren und Heizkörper für Niedertemperatursysteme zu optimieren. Der folgende Leitfaden vermittelt fundiertes Wissen und hilft bei der Entscheidungsfindung.

Fachliche Grundlagen

Funktionsprinzip eines Heizkörpers

Ein Heizkörper überträgt Wärme aus dem Heizungswasser in den Raum. Dabei unterscheidet man zwischen Konvektion – der Erwärmung der Luft, die an der Heizfläche entlangströmt – und Strahlungswärme, die Gegenstände und Personen direkt erwärmt. Klassische Rippenheizkörper geben Wärme überwiegend durch Konvektion ab; sie werden von vielen als träge wahrgenommen, weil sie eine hohe Masse besitzen. Moderne Plattenheizkörper liefern einen höheren Strahlungsanteil und reagieren schneller auf Temperaturänderungen.

Der Heizkörper ist Teil eines hydraulischen Kreislaufs. Eine Vor- und eine Rücklaufleitung transportieren das Wasser. Die Vorlauftemperatur beschreibt die Temperatur des Wassers, das den Heizkörper erreicht; die Rücklauftemperatur gibt an, wie warm das Wasser nach dem Durchströmen ist. Der Unterschied zwischen Vorlauf und Rücklauf wird als Spreizung bezeichnet und bestimmt – zusammen mit dem Volumenstrom und der spezifischen Wärmekapazität des Wassers – die Wärmeabgabe. Je größer die Spreizung, desto mehr Leistung liefert der Heizkörper bei gleicher Wassermenge.

Heizkörperarten im Überblick

Altbauwohnungen sind häufig mit Gliederheizkörpern (auch Rippenheizkörper genannt) ausgestattet. Diese robusten, oft gusseisernen Heizkörper bestehen aus mehreren Gliedern oder Rippen, die sich in Anzahl, Höhe und Bautiefe variieren lassen. Vorteile sind ihre Widerstandsfähigkeit und die Fähigkeit, Wärme zu speichern. Nachteile: Sie benötigen hohe Vorlauftemperaturen und verursachen aufgrund der starken Konvektion eine vermehrte Staubaufwirbelung.

Plattenheizkörper – auch Flachheizkörper genannt – haben sich seit den 1980er‑Jahren als Standard in Neubauten durchgesetzt. Sie bestehen aus ein bis drei Wasser führenden Platten und Konvektionsblechen (Lamellen) dazwischen. Vorteile sind die kompakte Bauform und eine höhere Strahlungswärme im Vergleich zu Rippenheizkörpern. Durch große, flache Oberflächen lassen sich diese Heizkörper gut an niedrige Vorlauftemperaturen anpassen, wenn sie ausreichend groß dimensioniert sind. Plattenheizkörper eignen sich sowohl für Gas‑ oder Ölheizungen als auch für Wärmepumpen.

Röhren- und Badheizkörper (Handtuchheizkörper) bestehen aus parallel verlaufenden Rohren. Sie dienen häufig als Ergänzung im Badezimmer und geben neben Wärme auch Platz zum Trocknen von Textilien. Für den Betrieb mit Wärmepumpen sind sie nur geeignet, wenn sie an die Raumgröße angepasst sind.

Konvektoren sind Heizkörper mit zahlreichen, dicht angeordneten Lamellen um ein Rohr. Sie sind sehr flach (oft nur 25 cm hoch) und werden insbesondere vor großen Fensterflächen oder in der Sturzschale eingesetzt. Sie geben Wärme fast ausschließlich als Konvektion ab, erwärmen die Luft schnell, haben aber einen geringen Strahlungsanteil. Ihr Einsatz im Altbau ist nur sinnvoll, wenn der Energiebedarf hoch ist und Staubaufwirbelung toleriert wird.

Niedertemperatur-Heizkörper (Wärmepumpenheizkörper) nutzen breite Heizflächen und teilweise integrierte Ventilatoren, um bei niedrigen Vorlauftemperaturen (35–45 °C) ausreichend Wärme abzugeben. Sie bestehen oft aus Aluminium oder profiliertem Stahlblech und kombinieren hohe Strahlungswärme mit Unterstützung durch Konvektion. Niedertemperaturheizkörper reagieren schnell auf Temperaturänderungen und eignen sich ideal für Wärmepumpen- und Brennwertsysteme.

Normen und Systemtemperaturen

Die Leistung eines Heizkörpers wird nach der europäischen Norm DIN EN 442 gemessen. Diese Norm legt Prüfverfahren und Auslegungstemperaturen fest. Klassische Heizsysteme in unsanierten Altbauten arbeiten oft mit 75/65/20 °C (Vorlauf 75 °C, Rücklauf 65 °C, Raumtemperatur 20 °C). Teilsanierte Gebäude werden häufig mit 70/55/20 °C betrieben. Für sanierte Bestände und Effizienzhäuser sind Systemtemperaturen von 55/45/20 °C üblich. Niedertemperaturheizungen und Fußbodenheizungen arbeiten sogar mit 45/35/20 °C oder niedriger.

Die Auswahl der Systemtemperatur hängt vom Heizsystem, der Dämmung und der Heizkörperauslegung ab. Wird die Vorlauftemperatur reduziert – etwa von 75 °C auf 55 °C – sinkt die Wärmeleistung des Heizkörpers deutlich. Um dennoch ausreichend Wärme abzugeben, muss entweder die Heizfläche größer werden oder die Spreizung erhöht werden (also eine größere Temperaturdifferenz zwischen Vorlauf und Rücklauf zugelassen werden). Diese Zusammenhänge sind entscheidend für die Planung im Altbau.

Heizlast und Heizkörperleistung

Für die Dimensionierung von Heizkörpern muss die Raum-Heizlast bekannt sein. Diese ist die maximale Leistung, die ein Raum bei der tiefsten Auslegungstemperatur benötigt, um die gewünschte Innenraumtemperatur zu halten. Sie setzt sich aus Transmissionswärmeverlusten (Wärme, die durch Wände, Fenster, Dach und Boden entweicht) und Lüftungswärmeverlusten (Wärme, die durch Luftwechsel verloren geht) zusammen. Eine professionelle Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 ist für Neubauten und umfassende Sanierungen vorgeschrieben und berücksichtigt Bauteildicken, U‑Werte, Raumgrößen, Klima und Nutzungsprofile. In Altbauten ohne große Sanierung kann eine überschlägige Berechnung als erste Orientierung dienen:

  • In einem unsanierten Altbau liegt der spezifische Wärmebedarf häufig zwischen 100 und 150 W/m². In Häusern aus der Zeit vor 1982 können sogar Werte bis 140 W/m² auftreten.
  • Bei teilsanierten Altbauten (z. B. neue Fenster, partielle Dämmung) kann man mit rund 80 W/m² rechnen.
  • Ein energetisch sanierter Altbau benötigt ungefähr 50–80 W/m².
  • Zum Vergleich: Ein gut gedämmter Neubau nach 1995 benötigt 30–50 W/m², ein Passivhaus sogar nur 10–20 W/m².

Diese Werte dienen als Faustformel. Der tatsächliche Bedarf hängt jedoch von der Raumtemperatur, der Außentemperatur, der Dämmung und dem Nutzerverhalten ab. Nach dem überschlägigen Ansatz multipliziert man die Raumfläche mit dem spezifischen Wärmebedarf, um die benötigte Heizleistung zu erhalten. Für einen 25 m² großen Raum in einem unsanierten Altbau mit 100 W/m² Bedarf wären das 2.500 W (2,5 kW). Dies könnte durch zwei Heizkörper mit je etwa 1,25 kW abgedeckt werden. In der Praxis sollte der Heizungsfachmann die Berechnung gemäß Norm durchführen, um Unter- oder Überdimensionierung zu vermeiden.

Dimensionierung, Voraussetzungen, Prozesse

Dimensionierung von Heizkörpern im Altbau

Die Auswahl der passenden Heizkörpergröße hängt von der Gebäudequalität und der gewünschten Systemtemperatur ab.

Spezifischer Wärmebedarf je nach Gebäudezustand

  • Unsanierter Altbau: 100–150 W/m² – hohe Wärmeverluste, häufig Rippenheizkörper und sehr hohe Vorlauftemperaturen nötig.
  • Teilsanierter Altbau: 80 W/m² – neue Fenster und teilweise Dämmung senken den Bedarf.
  • Energetisch sanierter Altbau: 50–80 W/m² – bessere Dämmung erlaubt niedrigere Vorlauftemperaturen und größere Heizflächen.
  • Neubau vor 2002: 40–60 W/m² – Standarddämmung, Plattenheizkörper mit moderaten Vorlauftemperaturen ausreichend.
  • Neubau nach 2002/Passivhaus: 20–50 W/m² – sehr gut gedämmt, es kommen meist Niedertemperatur‑ oder Flächenheizungen zum Einsatz.

Je niedriger die Vorlauftemperatur, desto größer muss der Heizkörper sein. Ein Heizkörper, der bei 75/65/20 °C 1.000 W Leistung liefert, erreicht bei 55/45/20 °C nur noch rund 500–600 W. Eine Reduktion der Vorlauftemperatur von 75 °C auf 45 °C kann die Heizleistung sogar um über die Hälfte verringern. Daher müssen größere Heizflächen installiert oder zusätzliche Heizflächen wie Fußboden- oder Wandheizungen ergänzt werden, wenn man auf Niedertemperaturbetrieb umstellen möchte.

Einfluss der Bautypen

  • Hohe Decken: In Altbauten mit überdurchschnittlicher Raumhöhe ist das zu beheizende Luftvolumen größer. Heizkörper sollten daher eine höhere Wärmeleistung bereitstellen oder durch zusätzliche Flächenheizungen ergänzt werden. Die Heizlastberechnung berücksichtigt die Raumhöhe; bei hohen Decken steigt der Bedarf um etwa 10–20 Prozent.
  • Große Fensterflächen: Alte Einfachverglasungen verursachen erhebliche Transmissionsverluste und Kaltluftabfall. Hier müssen Heizkörper möglichst unter den Fenstern angebracht werden, um die Fallluft zu erwärmen. In vielen Altbauten liegen Heizkörpernischen unter Fenstern; werden diese Wärmenischen nach einer Sanierung geschlossen oder gedämmt, sind häufig flache Konvektoren oder Plattenheizkörper mit geringerer Tiefe geeignet.
  • Mauerwerk und Dämmung: Massive Ziegel- oder Bruchsteinwände besitzen hohe Wärmekapazitäten und benötigen mehr Zeit, um sich zu erwärmen. Sie halten jedoch die Wärme länger im Raum. Eine zusätzliche Innendämmung reduziert den Heizwärmebedarf und erlaubt kleinere Heizkörper.

Einfluss der Vorlauftemperatur

Die Vorlauftemperatur bestimmt die Effizienz des Heizsystems und hat direkten Einfluss auf die Heizkörpergröße. Bei Brennwertkesseln liegt die optimale Vorlauftemperatur zwischen 55 und 60 °C. Die Niedertemperatur-Brennwerttechnik erreicht hohe Wirkungsgrade, wenn der Rücklauf unter 55 °C bleibt; sonst kondensiert der Wasserdampf im Abgas nicht. Wärmepumpen arbeiten am effizientesten mit Vorlauftemperaturen von 35 bis 45 °C. Mit jedem Kelvin, den man die Vorlauftemperatur reduziert, steigt die Jahresarbeitszahl (JAZ) der Wärmepumpe um circa zwei bis drei Prozent und sinkt der Stromverbrauch um zwei bis drei Prozent.

Für den Wärmepumpenbetrieb ist es daher oft sinnvoll, vorhandene Heizkörper durch größere Plattenheizkörper oder Niedertemperaturheizkörper zu ersetzen. Alternativ können gebläseunterstützte Heizkörper (Fan-Coils) eingesetzt werden, die mit integrierten Ventilatoren die Luftzirkulation erhöhen und die Wärmeabgabe bei niedrigen Temperaturen steigern. Diese Geräte erhöhen die Leistung um rund 40–60 Prozent gegenüber passiven Plattenheizkörpern. Größere Radiatoren oder Fan-Coils können die Vorlauftemperatur um 10–20 Kelvin senken, was bei Wärmepumpen den Stromverbrauch deutlich reduziert.

Heizkörper und Wärmepumpen kombinieren

Eine Wärmepumpe produziert Vorlauftemperaturen zwischen 30 und 55 °C. Klassische Rippenheizkörper erreichen bei 35 °C nur 30–40 Prozent ihrer Nennleistung; bei 45 °C noch etwa 50–60 Prozent. Sie können in Altbauten erhalten bleiben, wenn sie großflächig genug sind und das Gebäude ausreichend gedämmt ist. Sind die Heizkörper zu klein, werden Räume bei niedriger Vorlauftemperatur nicht warm. In solchen Fällen gibt es mehrere Lösungen:

  • Größere Heizkörper einbauen: Durch den Austausch kleiner Rippenheizkörper gegen breitere oder mehrlagige Plattenheizkörper erhöht sich die Abstrahlfläche. Dadurch können Vorlauftemperaturen um 10–15 Grad abgesenkt werden, ohne dass der Raum auskühlt.
  • Fan-Coils einsetzen: Diese Spezialheizkörper verfügen über Ventilatoren, die die Luft aktiv über die Heizfläche führen. Sie liefern bei 40 °C Vorlauf ähnlich viel Wärme wie ein Plattenheizkörper bei 55 °C.
  • Flächenheizungen ergänzen: Ergänzende Wand- oder Fußbodenheizungen verteilen die Wärme großflächig. Sie erlauben sehr niedrige Systemtemperaturen (30–35 °C) und sorgen für hohen Strahlungsanteil. Im Altbau lassen sich dünne Trockenbau‑Elemente oder Wandheizplatten nachrüsten, ohne Estrich aufzubrechen.
  • Hydraulik und Pumpenleistung anpassen: Die Volumenströme müssen korrekt eingestellt werden, um die Spreizung zu optimieren. Bei geringerer Spreizung (z. B. 5 K statt 10 K) steigt der Volumenstrom, was die Wärmeleistung auch bei niedrigen Temperaturen erhöht. Dazu ist die richtige Pumpenleistung erforderlich.
Wärmepumpe für Heizkörper im Altbau

Hydraulischer Abgleich und Regeltechnik

Ein hydraulischer Abgleich sorgt dafür, dass jeder Heizkörper im System die berechnete Wassermenge erhält. Ohne Abgleich werden manche Heizkörper zu heiß, während andere kaum warm werden. Ein professioneller Abgleich reduziert die Vorlauftemperatur, senkt den Stromverbrauch der Umwälzpumpe und verbessert den Brennwerteffekt. Bei alten Heizkörpern ist der Abgleich besonders wichtig, da Strömungswiderstände variieren. Heizungsventile und Thermostatköpfe sollten passend gewählt werden; moderne Thermostatventile mit Voreinstellung ermöglichen eine präzise Begrenzung des Massenstroms.

Die Regelung spielt eine große Rolle. Digitale Thermostate oder zentrale Heizungsregler passen die Vorlauftemperatur automatisch an die Außentemperatur an (Heizkurve). In Altbauten lohnt sich eine Heizkurvenoptimierung, um die Temperatur zu senken. Eine wettergeführte Regelung erhöht die Temperatur, wenn es draußen kälter wird, und reduziert sie bei milderen Temperaturen.

Materialien und Korrosionsschutz

Heizkörper werden hauptsächlich aus Stahl, Gusseisen oder Aluminium gefertigt. Gusseiserne Rippenheizkörper sind langlebig und speichern Wärme gut. Allerdings sind sie schwer und reagieren träge. Stählerne Plattenheizkörper sind leichter, haben eine dünne Bauweise und geben mehr Strahlungswärme ab. Aluminiumheizkörper erwärmen sich sehr schnell und eignen sich für Niedertemperaturbetrieb, sind jedoch etwas teurer und anfälliger für Kontaktkorrosion, wenn sie mit Kupferrohren kombiniert werden. Um Korrosionsschäden zu vermeiden, sollte das Heizungswasser nach VDI 2035 aufbereitet sein und das System regelmäßig entlüftet werden. Badheizkörper benötigen eine spezielle Korrosionsschutzschicht; in Feuchträumen sollten verzinkte oder pulverbeschichtete Modelle zum Einsatz kommen.

Altbau, typische Fehler und Szenarien

Altbauspezifische Probleme und Lösungen

Unsanierte Altbauten mit Einfachverglasung, ungedämmten Fassaden und alten Rippenheizkörpern benötigen hohe Vorlauftemperaturen von 70–90 °C. Diese hohen Temperaturen sind mit Wärmepumpen kaum realisierbar. Lösungen können sein:

  • Gebäudedämmung verbessern: Durch Dämmung der Außenwände, Dämmung der obersten Geschossdecke und Austausch von Fenstern reduziert sich der Wärmebedarf. Dadurch können die Vorlauftemperaturen abgesenkt und kleinere Heizkörper eingesetzt werden.
  • Heizflächen vergrößern: In großen Räumen mit hohen Decken können zusätzliche Heizkörper installiert oder bestehende Radiatoren durch mehrlagige Plattenheizkörper ersetzt werden. Große Heizflächen ermöglichen niedrigere Temperaturen.
  • Strangregulierung und Thermostatventile: In Altbauten sind Strangventile häufig verstellt oder fehlen. Eine Strangregulierung sorgt für gleichmäßige Verteilung des Heizwassers. Alte Thermostatköpfe sollten durch moderne Modelle mit Voreinstellung ersetzt werden.
  • Luftzirkulation berücksichtigen: Hohe Räume können durch Deckenventilatoren unterstützt werden, die warme Luft nach unten drücken.

Teilsanierte Altbauten bieten bessere Voraussetzungen. Wenn Dach und Fassade gedämmt sind und moderne Fenster vorhanden sind, sinkt der Wärmebedarf. Hier können Plattenheizkörper oder Niedertemperaturheizkörper mit Vorlauftemperaturen von 55 °C betrieben werden. Eine Kombination aus Wärmepumpe (für Grundlast) und Brennwertkessel (für Spitzenlast) – eine sogenannte Hybridheizung – ist sinnvoll, wenn nicht alle Räume großflächige Heizkörper besitzen. In Bädern können Badheizkörper als Zusatzheizung eingesetzt werden, die bei Bedarf höhere Temperaturen liefern.

Typische Fehler bei Heizkörpertausch und ‑planung

Bei der Planung und Montage von Heizkörpern können zahlreiche Fehler auftreten. Die wichtigsten Probleme lassen sich in sieben Kategorien unterteilen:

  1. Zu geringe Heizleistung: In Altbauten wird häufig die Raumheizlast unterschätzt oder zu hohe Systemtemperaturen angenommen. Folge: Die Heizfläche reicht nicht aus und Räume bleiben kalt. Die Norm-Innentemperatur von 20 °C ist ein Richtwert – individuelle Wunschtemperaturen (z. B. 23 °C im Wohnzimmer) müssen berücksichtigt werden, damit die Heizkörper ausreichend dimensioniert sind.
  2. Abweichung vom geplanten Heizkörpermodell: Aus ästhetischen Gründen oder wegen Lieferengpässen wird manchmal ein anderes Modell eingebaut als geplant. Kleine Unterschiede in Bautiefe oder Rippenzahl können die Leistung verändern. Vor dem Einbau sollte geprüft werden, ob das Ersatzmodell die gleiche oder eine höhere Leistung liefert.
  3. Ungeeignete Befestigung: Löcher werden an der falschen Stelle gebohrt oder das mitgelieferte Befestigungsset passt nicht. Heizkörperbefestigungen müssen das Gewicht des Heizkörpers und zusätzliche Belastungen (z. B. als Ablage) sicher tragen. Die Richtlinie VDI 6036 kategorisiert die Belastung (normal, erhöht, hoch, sehr hoch) und hilft bei der Auswahl der richtigen Konsolen.
  4. Vertauschte Vor- und Rücklaufanschlüsse: Wird der Heizkörper falsch angeschlossen, drückt das Wasser gegen das Ventil in die falsche Richtung. Der Heizkörper bleibt kalt oder erzeugt Klackergeräusche. Spezielle Umlenk-Hahnblöcke und Ventileinsätze helfen, aber die fachgerechte Installation verhindert dieses Problem.
  5. Falscher Einsatz im Feuchtraum: Heizkörper im Bad müssen Feuchtigkeit und Spritzwasser standhalten. Standardstahlheizkörper ohne zusätzliche Beschichtung können rosten. Verwenden Sie verzinkte, pulverbeschichtete oder Edelstahlmodelle oder wählen Sie Badheizkörper mit Korrosionsschutz.
  6. Unvollständige Förderung: Wenn der Austausch der Heizkörper nach Erhalt des Zuwendungsbescheids beantragt wird, können die Mehrkosten nicht nachträglich gefördert werden. Alle förderfähigen Leistungen sollten vor Antragstellung geplant und mit dem Energieberater abgestimmt werden.
  7. Hydraulischer Abgleich vergessen: Wird nach dem Heizkörpertausch kein Abgleich durchgeführt, kommt es zu ungleichmäßigen Temperaturen und unnötig hohem Energieverbrauch. Das BAFA verlangt bei vielen Förderprogrammen den Nachweis eines hydraulischen Abgleichs.

Szenarien

Unsanierter Altbau mit klassischer Gasheizung
Ein dreigeschossiges Gründerzeithaus von 1900 verfügt über Rippenheizkörper. Die Heizlastberechnung ergibt einen Bedarf von 120 W/m² im Erdgeschoss und 100 W/m² im Dachgeschoss. Bei einem Raum von 30 m² werden 3,6 kW Leistung benötigt. Ein alter Rippenheizkörper mit 1,5 kW Leistung reicht nicht aus. Die Eigentümer entscheiden sich für zwei mehrlagige Plattenheizkörper mit je 1,8 kW Leistung und senken die Vorlauftemperatur von 80 °C auf 60 °C. Die Heizkosten sinken, und die Räume werden angenehm warm. Gleichzeitig wird die Fassade gedämmt und die Fenster werden erneuert.

Rippenheizkörper im Altbau

Altbau mit geplanter Wärmepumpe
Eine Familie möchte eine Wärmepumpe installieren. Die Heizlast eines 25 m² großen Wohnzimmers beträgt 1,5 kW bei einem sanierten Altbau mit 60 W/m². Der vorhandene Plattenheizkörper liefert 1,5 kW bei 75/65/20 °C, aber nur rund 0,8 kW bei 55/45/20 °C. Die Lösung: Der Heizkörper wird durch einen größeren Niedertemperaturheizkörper mit integrierter Ventilation ersetzt, der 1,5 kW bei 45/35/20 °C liefert. Zusätzlich werden im Bad ein Badheizkörper mit elektrischer Heizpatrone für Spitzenlast und im Schlafzimmer ein kleiner Lüfterkonvektor installiert. So kann die Wärmepumpe mit 45 °C Vorlauf arbeiten. Eine Fußbodenheizung wird im Erdgeschoss in Trockenbauweise nachgerüstet.

Mehrfamilienhaus mit Hybridheizung
In einem viergeschossigen Altbau mit sieben Wohneinheiten plant die Eigentümergemeinschaft den Umstieg auf eine Hybridlösung aus Brennwertkessel und Wärmepumpe. Die bestehende Strangregelung wird erneuert, alle Heizkörper erhalten voreinstellbare Thermostatventile und werden hydraulisch abgeglichen. In Wohnungen mit zu kleinen Rippenheizkörpern werden mehrlagige Plattenheizkörper montiert; in den oberen Etagen werden Wandheizungen ergänzt. Die Vorlauftemperatur kann dadurch von 75 °C auf 55 °C reduziert werden. Das senkt die Brennstoffkosten und erlaubt die Nutzung von BAFA-Fördermitteln.

Regionale Aspekte: Hamburg und Schleswig‑Holstein

Gesetzliche Vorgaben und Förderprogramme

Hamburg: Ab dem 1. Juli 2026 müssen neue Heizungen in Bestandsgebäuden in Hamburg einen Erneuerbaren-Energie-Anteil von 65 Prozent aufweisen. Für Bestandsheizungen bedeutet dies: Wird die Heizung ersetzt oder wesentlich verändert, muss die neue Anlage überwiegend erneuerbare Energien nutzen. Übergangsfristen gelten, wenn die kommunale Wärmeplanung noch nicht abgeschlossen ist. Für Altbauten mit alten Heizkörpern bedeutet das, dass bei der Umstellung auf Wärmepumpen oder Hybridheizungen häufig größere Heizflächen oder Niedertemperaturheizkörper notwendig sind. Eigentümer können Beratungs- und Förderprogramme der Stadt Hamburg nutzen, etwa das Hamburger Programm für erneuerbare Energien.

Schleswig‑Holstein: Das schleswig-holsteinische Energiewende‑ und Klimaschutzgesetz fordert bei Heizungswechseln in Gebäuden, die vor 2009 errichtet wurden, einen Mindestanteil von 15 Prozent erneuerbarer Energie oder den Anschluss an ein Wärmenetz mit entsprechendem Anteil. Dieser Anteil steigt in Zukunft schrittweise an. Wer seine Ölheizung durch ein Brennwertgerät und Solarthermie ersetzt oder eine Wärmepumpe installiert, muss häufig auch die Heizkörper anpassen. Zudem gelten in einigen Kommunen zusätzliche Förderprogramme für Heizungsoptimierung und Heizkörperaustausch, wenn diese Maßnahme Teil eines Effizienzprojekts ist.

Klima und bauliche Besonderheiten

Norddeutschland zeichnet sich durch feucht-kühles Seeklima aus. Hohe Luftfeuchtigkeit kann zu Rost an Stahlheizkörpern führen; daher ist ein guter Korrosionsschutz wichtig. Küstenwind erzeugt Zugluft, besonders bei undichten Fenstern. Alte Heizkörpernischen unter Fenstern sollten durch isolierte Vorwandinstallationen ersetzt werden. In Gegenden mit starker Windlast ist eine dicht schließende Fensterabdichtung wichtig, damit die Heizflächen effizient arbeiten.

Kosten- und Förderlogik

Die Kosten für neue Heizkörper hängen von Größe, Bauform, Material und Einbausituation ab. In der Regel liegen die Anschaffungskosten für Plattenheizkörper niedriger als für Niedertemperaturheizkörper mit Ventilatoren. Hinzu kommen Montagekosten, Demontage alter Heizkörper, Anpassungen am Rohrnetz und, falls notwendig, Estricharbeiten. Förderprogramme können die Investitionen mindern:

  • BAFA-Förderung (BEG EM): Fördert Maßnahmen zur Heizungsoptimierung, wozu ein hydraulischer Abgleich und der Austausch alter Heizkörper zählen, wenn sie die Effizienz steigern. Die Basisförderung beträgt 15 Prozent, ein individueller Sanierungsfahrplan erhöht sie auf 20 Prozent. Wird im gleichen Projekt eine Wärmepumpe installiert, können die Heizkörperkosten als Umfeldmaßnahme berücksichtigt werden und der Fördersatz steigt auf bis zu 70 Prozent.
  • KfW-Kredit 358/359: Bietet zinsgünstige Darlehen zur Heizungsmodernisierung, die auch den Austausch von Heizkörpern umfassen. Die Kreditprogramme können mit BAFA-Zuschüssen kombiniert werden.
  • Steuerbonus: Eigentümer können 20 Prozent der Handwerkerleistungen (bis zu 1.200 Euro pro Jahr) von der Einkommensteuer absetzen. Das gilt auch für den Einbau oder Austausch von Heizkörpern, sofern die Maßnahmen energetische Einsparungen erzielen.
  • Regionale Programme: Hamburg und Schleswig‑Holstein bieten eigene Förderungen. In Hamburg gibt es Zuschüsse für den Ausbau erneuerbarer Energien in Gebäuden und Beratungsförderungen. In Schleswig‑Holstein fördert die Investitionsbank unter Umständen Maßnahmen zur Heizungsmodernisierung im Rahmen von Wohnungsbauprogrammen.

Kosten lassen sich zusätzlich durch Eigenleistung senken, etwa durch Demontage alter Radiatoren. Allerdings dürfen Anschlussarbeiten an Heizung und Elektro nur von Fachbetrieben durchgeführt werden. In jedem Fall empfiehlt sich eine individuelle Beratung, um die wirtschaftlichste Lösung unter Berücksichtigung aller Fördermöglichkeiten zu finden.

Entscheidungs- und Planungshilfen

  1. Heizlast analysieren: Lassen Sie durch einen Energieberater oder Heizungsbauer die genaue Heizlast ermitteln. Berücksichtigen Sie den tatsächlichen energetischen Zustand Ihres Altbaus und Ihre Komfortansprüche.
  2. Sanierungsgrad prüfen: Bewerten Sie, wie gut Ihr Gebäude gedämmt ist. Je besser die Dämmung, desto kleiner können die Heizkörper ausfallen und desto eher eignen sich Niedertemperaturheizungen.
  3. Systemtemperaturen festlegen: Entscheiden Sie, ob eine zukünftige Heizungsanlage mit hohen (Öl/Gas), mittleren (Brennwert) oder niedrigen Temperaturen (Wärmepumpe) arbeiten soll. Daraus ergibt sich die Heizkörperwahl.
  4. Heizkörpertypen vergleichen: Rippen- oder Gliederheizkörper sind robust, brauchen aber hohe Temperaturen. Plattenheizkörper sind vielseitig und lassen sich in vielen Bauformen dimensionieren. Niedertemperaturheizkörper sind ideal für Wärmepumpen. Konvektoren eignen sich für besondere Einbausituationen.
  5. Hydraulischen Abgleich planen: Ohne Abgleich verschenken Sie Effizienz. Planen Sie ein Budget für einen professionellen Abgleich und stellen Sie sicher, dass voreinstellbare Thermostatventile eingebaut werden.
  6. Zukunftssicherheit bedenken: Berücksichtigen Sie gesetzliche Anforderungen wie die 65‑Prozent‑Regel in Hamburg oder die 15‑Prozent‑Regel in Schleswig‑Holstein. Setzen Sie auf Systeme, die später mit erneuerbaren Energien kombiniert werden können, etwa Hybridheizungen oder Wärmepumpen.
  7. Fördermittel nutzen: Informieren Sie sich rechtzeitig über die BEG‑Programme, KfW-Kredite und regionale Zuschüsse. Planen Sie alle förderfähigen Maßnahmen vor Antragstellung ein und halten Sie die Anforderungen ein (z. B. hydraulischer Abgleich, Effizienzanforderungen).
  8. Fachbetrieb wählen: Arbeiten Sie mit einem Heizungsbaubetrieb wie STEUER zusammen, der Erfahrung mit Altbau-Sanierungen hat. Der Fachbetrieb kann die Heizlast ermitteln, die Heizkörper und das Rohrnetz passend dimensionieren, einen hydraulischen Abgleich durchführen und bei Förderanträgen unterstützen.

Heizkörpertypen – Vor- und Nachteile

  • Glieder- bzw. Rippenheizkörper: Robust und wärmespeichernd, modular in Länge und Höhe, aber auf hohe Vorlauftemperaturen angewiesen, träge und staubaufwirbelnd. Für Wärmepumpen nur bedingt geeignet, wenn sie sehr groß ausgelegt sind.
  • Plattenheizkörper: Kompakte Standardlösung für Neubauten und sanierte Altbauten, preiswert, guter Strahlungsanteil, vielseitige Bauformen. Leistung sinkt bei niedrigen Vorlauftemperaturen, deshalb braucht es bei Wärmepumpen größere Modelle oder mehrere Platten.
  • Röhren‑/Badheizkörper: Designorientiert und ideal zum Handtuchtrocknen, heizen Räume schnell auf, haben aber geringe Heizleistung und dienen meist als Zusatzheizung. Für Wärmepumpen nur eingeschränkt nutzbar.
  • Konvektoren: Sehr flach und vor allem für große Fensterflächen oder Unterflure geeignet. Sie geben Wärme schnell über Konvektion ab, besitzen aber kaum Strahlungswärme, wirbeln Staub auf und sind schwer zu reinigen. Für Niedertemperatursysteme ungeeignet.
  • Niedertemperatur‑ oder Wärmepumpenheizkörper: Optimiert für niedrige Vorlauftemperaturen, geben viel Wärme ab und reagieren schnell; oft mit integrierten Ventilatoren. Sie sind teurer und brauchen mehr Platz, aber ideal für Wärmepumpen.
  • Flächenheizungen (Fußboden‑ und Wandheizungen): Erzeugen den höchsten Strahlungsanteil und arbeiten mit sehr niedrigen Temperaturen; bieten hohen Komfort, erfordern jedoch eine aufwändige Installation und sind bei nachträglichem Einbau im Altbau oft schwierig. Für Wärmepumpen besonders geeignet und senken die Vorlauftemperatur stark.
Fußbodenheizung

Heizkörper im Altbau richtig auswählen und modernisieren

Die Wahl und Dimensionierung der Heizkörper im Altbau entscheidet maßgeblich über den Wohnkomfort und die Energieeffizienz. Alte Rippenheizkörper haben ihre Stärken – insbesondere Robustheit und Wärmespeicherung – sind aber für moderne Heizsysteme oft unzureichend dimensioniert und benötigen hohe Vorlauftemperaturen. Plattenheizkörper, Niedertemperaturheizkörper und Flächenheizungen bieten Lösungen, um die Vorlauftemperaturen zu senken und damit den Einsatz von Brennwertkesseln, Wärmepumpen und Hybridanlagen zu optimieren.

Für Altbauten in Hamburg und Schleswig‑Holstein kommen zusätzliche Anforderungen hinzu: Die verpflichtenden Anteile erneuerbarer Energien bei Heizungserneuerungen ab 2026 erfordern, dass die Heizflächen auch mit niedrigeren Temperaturen auskommen. Eigentümer sollten daher frühzeitig den energetischen Zustand des Gebäudes prüfen, eine Heizlastberechnung durchführen und die Heizkörpergrößen anpassen.

Ein hydraulischer Abgleich, die richtige Regelungstechnik und korrosionsgeschützte Materialien sind Voraussetzungen für einen störungsfreien Betrieb. Förderprogramme wie die Bundesförderung für effiziente Gebäude unterstützen den Austausch und die Optimierung von Heizkörpern als Teil eines Sanierungspakets.

Mit sorgfältiger Planung, professioneller Berechnung und der Auswahl der passenden Heizkörper lassen sich Altbauten effizient beheizen, gesetzliche Vorgaben erfüllen und der Energieverbrauch nachhaltig senken. Damit leisten Eigentümerinnen und Eigentümer nicht nur einen Beitrag zum Klimaschutz, sondern erhöhen auch den Wohnkomfort und den Wert ihrer Immobilie.

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