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Ölheizung mit Warmwasserspeicher: Warmwasserbereitung planen und richtig dimensionieren

Die Antwort auf einen Blick:
Eine Ölheizung mit Warmwasserspeicher nutzt das Heizöl sowohl für die Raumheizung als auch zur Warmwasserbereitung. Die gespeicherte Energie entkoppelt Erzeugung und Verbrauch, erhöht den Komfort und reduziert Brennerstarts. Entscheidend für den effizienten Betrieb sind ein gut dimensionierter Speicher, niedrige Rücklauftemperaturen und die Einbindung erneuerbarer Energien. In Hamburg und Schleswig‑Holstein gelten erneuerbare Mindestanteile, die eine Kombination mit Solarthermie oder Hybridtechnik erforderlich machen. Der Artikel führt Schritt für Schritt durch Grundlagen, Planung, Kostenrahmen und praktische Tipps.

Warum Warmwasserbereitung eine Schlüsselrolle spielt

Eine Ölheizung mit Warmwasserspeicher liefert nicht nur behagliche Raumwärme, sondern versorgt den Haushalt auch mit Warmwasser für Dusche, Küche oder Bad. Viele Bestandsgebäude in Norddeutschland sind mit Öl beheizt. Der technische Wandel, steigende Energiekosten und strenge Klimaziele stellen Eigentümerinnen und Eigentümer jedoch vor neue Fragen: Wie lässt sich die Warmwasserbereitung effizient und hygienisch gestalten? Welche Speichergröße ist sinnvoll, und welche Rolle spielen moderne Brennwertkessel? Welche gesetzlichen Anforderungen gelten in Hamburg und Schleswig‑Holstein? Dieses Wissen ist für Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer sowie Betreiber kleiner Objekte wichtig, um eine zukunftssichere, komfortable und regelkonforme Lösung zu finden.

Fachliche Grundlagen

Grundprinzip der Ölheizung mit Warmwasserspeicher

Eine Ölheizung besteht aus einem Ölbrenner, der Heizöl im Kessel verbrennt, und einem Wärmetauscher, der die Wärme an das Heizungswasser überträgt. In modernen Brennwertkesseln wird das Abgas zusätzlich so weit abgekühlt, dass der im Rauchgas enthaltene Wasserdampf kondensiert. Die dabei frei werdende Kondensationswärme wird über einen zweiten Wärmetauscher zurückgewonnen. Dadurch erhöht sich der Nutzungsgrad gegenüber älteren Öl‑Niedertemperaturkesseln.

Für die Warmwasserbereitung gibt es zwei grundlegende Konzepte:

  • Bei der zentralen Warmwasserbereitung erhitzt der Kessel das Wasser in einem Warmwasserspeicher. Das Wasser wird dort bevorratet und über Leitungen an sämtliche Zapfstellen im Haus verteilt. Der Brenner und das Heizungssystem liefern die Wärme sowohl für das Heizungswasser als auch für das Trinkwasser. Diese Lösung ist in Einfamilienhäusern und kleinen Mehrfamilienhäusern gängig.
  • Bei der dezentralen Warmwasserbereitung wird das Trinkwasser für jede Entnahmestelle einzeln mit einem Durchlauferhitzer erhitzt. Ölbetriebene Durchlauferhitzer sind jedoch praktisch nicht verfügbar; in Gebäuden mit Ölheizung werden dezentrale Systeme daher meistens elektrisch betrieben. Für größere Haushalte ist das aus wirtschaftlichen Gründen selten sinnvoll, weil elektrische Durchlauferhitzer hohe Betriebskosten verursachen und häufig nur kleine Wassermengen liefern.

Der Warmwasserspeicher fungiert als Bindeglied zwischen der Wärmeerzeugung und dem Verbrauch. In seinem Inneren befindet sich ein Wärmetauscher, typischerweise eine spiralförmige Rohrschlange, durch die heißes Heizungswasser aus dem Kessel strömt. Dieses überträgt die Wärme auf das umgebende Trinkwasser, ohne sich mit diesem zu vermischen. Sobald Warmwasser entnommen wird, strömt kaltes Trinkwasser nach und wird wiederum über den Wärmetauscher erwärmt.

Wichtig ist eine gute Dämmung des Speichers, um Wärmeverluste zu minimieren. Der Speicher sollte zudem dauerhaft auf mindestens 60 °C gehalten werden, um das Wachstum von Legionellen zu verhindern. Der Kessel steuert Temperatur und Nachladung über eine Regelung, die den Brenner einschaltet, sobald die Speicher­temperatur unter einen eingestellten Wert sinkt.

Speicherarten und ihre Eigenschaften

Monovalente Warmwasserspeicher besitzen einen einzigen Wärmetauscher und werden mit genau einer Wärmequelle betrieben – beispielsweise einer Ölheizung. Sie sind einfach aufgebaut und eignen sich vor allem für Haushalte, die keine zusätzlichen Energiequellen wie Solarthermie nutzen.

Bivalente Warmwasserspeicher verfügen über zwei Wärmetauscher. Sie können gleichzeitig von zwei unterschiedlichen Energiequellen mit Wärme versorgt werden, etwa von einer Ölheizung und einer Solarthermieanlage. Der obere Wärmetauscher wird vom Heizkessel gespeist, der untere von der Solarthermie. Dies erlaubt es, die kostenlose Sonnenenergie für das Warmwasser und teilweise auch für die Heizung zu nutzen und die Ölheizung zu entlasten. Bivalente Speicher sind zukunftssicher, weil sie die Einbindung erneuerbarer Energien ermöglichen, die in Hamburg und Schleswig‑Holstein zunehmend vorgeschrieben ist.

Schichtladespeicher speichern das Wasser temperaturabhängig in Schichten. Warmes Wasser sammelt sich oben, kühleres unten. Wird nur wenig Warmwasser benötigt, kann das obere, bereits erwärmte Schichtvolumen genutzt werden, ohne den gesamten Speicher nachzuheizen. Diese Technik spart Energie, weil der Brenner seltener anspringt und die Temperaturschichtung länger erhalten bleibt. Schichtladespeicher werden oft als Kombigeräte mit kompaktem Design angeboten und eignen sich für Haushalte mit schwankendem Warmwasserbedarf.

Neben der Bauart spielt der Aufstellungsort eine Rolle. Integrierte Speicher sind kompakt und in das Heizgerät eingebaut. Sie sind platzsparend und eignen sich für Einfamilienhäuser oder enge Technikräume. Allerdings ist ihre Kapazität begrenzt. Separate Speicher werden neben dem Kessel installiert. Sie bieten mehr Volumen und Flexibilität, lassen sich besser dämmen und einfacher mit Solarthermie kombinieren. Sie benötigen jedoch Stellfläche und zusätzliche Leitungen.

Direkt vs. indirekt beheizte Speicher

Bei indirekt beheizten Speichern wird das Trinkwasser über den Wärmetauscher mit Heizungswasser erwärmt. Diese Variante ist effizient, hygienisch und lässt sich gut mit erneuerbaren Energien kombinieren. Sie verursacht geringere Wärmeverluste, wenn der Speicher in der Nähe des Kessels steht, da die Wärmewege kurz sind.

Direkt beheizte Speicher werden häufig Boiler genannt. Hier erhitzt ein eigener Brenner oder ein elektrisches Heizelement das Wasser direkt. Solche Geräte arbeiten unabhängig vom Heizungssystem, sind aber energieintensiv. In Kombination mit einer Ölheizung spielen sie kaum eine Rolle und werden eher für einzelne Wohnungen oder kleine Betriebe eingesetzt.

Technische Tiefe

Dimensionierung des Warmwasserspeichers

Die Größe des Warmwasserspeichers bestimmt, wie viel Warmwasser ohne merkliche Temperaturabfälle zur Verfügung steht und wie effizient die Heizanlage arbeitet. Ein zu kleiner Speicher führt dazu, dass der Brenner häufig nachheizt, was den Verschleiß erhöht und den Energieverbrauch steigert. Ein zu großer Speicher hingegen verursacht unnötige Wärmeverluste über die Isolierung und erhöht das Risiko für Bakterienwachstum, wenn das Wasser zu lange steht.

Als Faustformel gilt: 30 bis 50 Liter Speichervolumen pro Person decken den typischen Warmwasserbedarf eines Haushalts ab. Der untere Bereich eignet sich, wenn die Heizung eine hohe Leistung hat und das Wasser schnell nacherwärmen kann, der obere Bereich für Anlagen mit geringerer Kesselleistung oder für Haushalte mit erhöhtem Warmwasserbedarf – etwa wenn regelmäßig gebadet wird oder mehrere Personen kurz hintereinander duschen.

Die Heizleistung beeinflusst die Speichergröße ebenfalls. Bei hoher Kesselleistung (beispielsweise über 15 Kilowatt) kann der Speicher kleiner dimensioniert werden, weil das nachströmende Wasser schnell nachheizt. Bei niedriger Leistung (unter etwa 10 Kilowatt) empfiehlt sich ein größerer Speicher, damit auch bei längerer Aufheizzeit genügend warmes Wasser vorgehalten wird.

Weitere Einflussfaktoren sind:

  • Warmwasserverbrauch: Große Haushalte benötigen mehr Volumen, ebenso Menschen, die häufig baden oder große Badewannen haben. Bei geringen Verbrauchsmengen reicht oft ein kleiner integrierter Speicher.
  • Leitungslänge und Zirkulationsleitung: In Gebäuden mit langen Leitungen kann das Warmwasser abkühlen, bevor es den Hahn erreicht. Eine Zirkulationsleitung sorgt für schnelle Verfügbarkeit, erhöht aber den Speicherbedarf, weil ständig eine gewisse Wassermenge zirkuliert.
  • Solarthermie oder Hybridheizung: Bei einer Kombination mit Solarthermie sollte der Speicher größer gewählt werden. Die Sonnenenergie steht nur zeitweise zur Verfügung und soll möglichst effektiv gespeichert werden. Ein bivalenter Speicher mit zwei Wärmetauschern ist hierfür geeignet.
  • DIN 4708 und Bedarfskennzahl: Für eine präzise Auslegung berechnen Fachbetriebe die sogenannte Bedarfskennzahl N nach DIN 4708. Sie berücksichtigt die Anzahl der Nutzer, die Zapfleistungen, Entnahmedauer und die Temperaturspreizung. Hersteller geben für ihre Speicher eine Leistungskennzahl NL an; diese muss mindestens so groß sein wie die Bedarfskennzahl. Dadurch wird sichergestellt, dass der Speicher die Spitzenlast abdecken kann. Bei Ein- und Zweifamilienhäusern orientiert sich auch die Leistung des Heizkessels an der erforderlichen Speichergröße.

Bei unsanierten Altbauten mit geringer Dämmung ist häufig auch der Heizkessel relativ groß dimensioniert. In solchen Fällen kann ein großer Speicher sinnvoll sein, um den Brenner gleichmäßiger zu betreiben und Heizspitzen abzufangen. Trotzdem sollten Eigentümer prüfen, ob das Gebäude modernisiert werden kann, denn hohe Verluste über die Gebäudehülle wirken sich stärker auf den Heizbedarf aus als die Wahl des Speichers.

Einbindung und Steuerung

Eine optimale Warmwasseranlage besteht nicht nur aus dem Speicher, sondern auch aus der dazugehörigen Hydraulik und Regelungstechnik. Wichtig sind folgende Punkte:

  • Rücklauftemperatur senken: Der Brennwertvorgang funktioniert nur, wenn der Rücklauf des Heizungswassers niedrig genug ist, damit der Wasserdampf im Abgas kondensiert. Das gelingt durch groß dimensionierte Heizflächen wie Fußbodenheizungen oder besonders große Radiatoren, durch hydraulischen Abgleich und durch eine passende Heizkurve. Je niedriger die Rücklauftemperatur, desto mehr versteckte Wärme kann dem Abgas entzogen werden.
  • Ansteuerung der Pumpe: Moderne Regelungen berücksichtigen sowohl die Solltemperatur im Speicher als auch die Außentemperatur. Sie nutzen drehzahlgeregelte Pumpen, die nur laufen, wenn Wärme benötigt wird. Eine selbstlernende Steuerung kann die Brennerlaufzeiten optimieren, sodass Warmwasser bereitsteht, wenn es gebraucht wird, und gleichzeitig Betriebskosten sinken.
  • Zirkulationspumpe korrekt auslegen: Eine Zirkulationsleitung erhöht den Komfort, weil Warmwasser sofort aus dem Hahn fließt. Sie sollte jedoch mit Zeitschaltuhr oder Temperaturfühler betrieben werden, um Energieverluste zu reduzieren. Eine schlecht eingestellte Zirkulation erhöht permanent den Wärmeverlust.
  • Legionellenprophylaxe: Laut Trinkwasserverordnung muss Warmwasser dauerhaft auf mindestens 60 °C gehalten oder regelmäßig aufgeheizt werden, um Legionellen zu vermeiden. In bivalenten Speichern kann es sinnvoll sein, die Ölheizung in regelmäßigen Abständen auf eine höhere Temperatur zu bringen, falls die Solarthermieanlage die Temperatur nicht kontinuierlich auf 60 °C hält.
  • Kondensatableitung und Schornstein: Der Brennwertkessel erzeugt Kondensat, das ein saures Milieu hat. Es muss über einen neutralisierten Ablauf entsorgt werden. Zudem erfordern Brennwertanlagen einen feuchteunempfindlichen Schornstein oder ein Kunststoff-Abgasrohr im Schornsteinzug.

Eine fachgerechte Planung und Ausführung durch einen Meisterbetrieb sorgt dafür, dass diese Punkte berücksichtigt werden. STEUER verfügt über erfahrene Installateure, die hydraulische Systeme optimal auslegen und auf den individuellen Bedarf abstimmen.

Ölheizung mit Warmwasserspeicher Ausführung durch einen Meisterbetrieb

Moderne Brennwerttechnik und Energieeffizienz

Ölbrennwertkessel arbeiten mit einem zweistufigen Wärmetauscher, der sowohl den Heizwert als auch den sonst verlorenen Wasserdampf im Abgas nutzt. Während konventionelle Niedertemperaturkessel nur den Heizwert, also die Verbrennungswärme des Heizöls, ausnutzen, zieht der Brennwertkessel zusätzlich die latente Wärme des Wasserdampfs, wodurch ein Nutzungsgrad von bis zu 98 % erreicht werden kann.

Diese hohe Effizienz ist jedoch nur erreichbar, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind:

  • Rücklauftemperatur unter der Kondensationsgrenze des Wasserdampfs (etwa 47–55 °C). Sonst findet keine Kondensation statt und der Brennwerteffekt verpufft.
  • Gut dimensionierte Heizflächen, die die Wärme bei niedrigen Vorlauf- und Rücklauftemperaturen abgeben können. Fußbodenheizungen oder modernisierte Radiatoren mit hoher Wärmeaustauschfläche sind ideal.
  • Hydraulischer Abgleich der gesamten Anlage. Nur wenn jeder Heizkreis mit der benötigten Wassermenge versorgt wird, können niedrige Temperaturen eingestellt werden.
  • Kontinuierliche Wartung, inklusive Reinigung des Brenners, Einstellung der Abgasparameter und Überprüfung der Kondensatneutralisation. Verschmutzte Wärmetauscher verringern die Effizienz.

In Kombination mit einem Warmwasserspeicher sorgt Brennwerttechnik dafür, dass der Brenner weniger taktet und länger in einem effizienten Modulationsbereich arbeitet. Wird zusätzlich Solarthermie integriert, kann der Brenner während sonniger Tage vollständig ausgeschaltet bleiben.

Praxisbezug

Dimensionierung im Altbau

In vielen Altbauten Norddeutschlands bestehen noch alte Öl‑Heizsysteme. Diese Häuser weisen oft eine höhere Heizlast auf, weil Wände, Dach und Fenster weniger gedämmt sind. Bei einer Modernisierung stellt sich die Frage, wie groß der Warmwasserspeicher sein muss.

  • Unsanierte Altbauten besitzen häufig Heizkessel mit großer Leistung. Ein größerer Speicher (am oberen Ende der 30–50‑Liter‑Faustformel pro Person) gleicht Lastspitzen aus, sodass der Kessel gleichmäßiger arbeitet. Dennoch ist es ratsam, Dämmmaßnahmen und einen hydraulischen Abgleich durchzuführen. Denn jedes gedämmte Bauteil senkt die notwendige Heizleistung und reduziert damit auch den Speicherbedarf.
  • Teilmodernisierte Gebäude mit erneuerten Fenstern oder Dämmung können mit einem kleineren Speicher auskommen, insbesondere wenn eine Solaranlage unterstützt. Die Heizungsleistung sinkt, und das Solarthermie‑System liefert zusätzlich Wärme, sodass ein bivalenter Speicher mit ausreichend Volumen für die Solarenergie sinnvoll ist.
  • Restaurierte Altbauten in Hamburgs Altstadt oder denkmalgeschützte Reetdachhäuser auf Nordfrieslands Inseln dürfen nur begrenzt gedämmt werden. Hier sollte ein erfahrener Energieberater die Heizlast und den Speicherbedarf ermitteln. Eventuell ist ein Hybridkonzept mit einer Wärmepumpe sinnvoll, die in der Übergangszeit das Haus beheizt, während die Öl‑Heizung nur bei tiefen Temperaturen einspringt.

Unabhängig vom Gebäudetyp ist wichtig, dass Leitungslängen und Zirkulationszeiten bei der Speichergröße berücksichtigt werden: Lange Leitungen im Altbau erhöhen das Wasservolumen, das ständig warm gehalten werden muss. Eine gut isolierte Zirkulationsleitung oder eine bedarfsorientierte Zirkulationspumpe vermeidet Verluste und reduziert die notwendige Speichergröße.

Typische Fehler bei Planung und Betrieb

Die Erfahrung zeigt, dass bei der Planung und im Betrieb von Ölheizungen mit Warmwasserspeicher immer wieder ähnliche Fehler auftreten. Diese lassen sich vermeiden, wenn man frühzeitig auf Details achtet:

  • Überdimensionierung des Speichers: Ein zu großer Speicher führt zu unnötigen Wärmeverlusten und Legionellenrisiko. Häufig glauben Eigentümer, dass „mehr besser“ ist, doch ein Speicher mit 40–50 Litern pro Person ist in den meisten Fällen ausreichend.
  • Fehlende hydraulische Optimierung: Wird der Speicher an ein unsaniertes Heizsystem angeschlossen, ohne die Heizflächen anzupassen und die Anlage hydraulisch abzugleichen, bleibt der Rücklauf zu warm. Der Brennwerteffekt greift nicht, und das Energieeinsparpotenzial verpufft.
  • Unzureichende Dämmung: Leitungen und der Speicher selbst müssen gut isoliert sein. Schlechte Dämmung führt zu hohen Stillstandsverlusten, besonders bei bivalenten Speichern mit großen Oberflächen.
  • Unpassender Speicher bei Solarthermie: Häufig wird ein zu kleiner Speicher mit Solarthermie kombiniert. Dann kann die solare Überschussenergie nicht gespeichert werden, und das Potenzial der Solaranlage bleibt ungenutzt. Eine professionelle Planung bestimmt die richtige Kombination aus Kollektorfläche und Speichervolumen.
  • Legionellenvermeidung unterschätzt: Wenn die Temperatur im Speicher zu niedrig eingestellt wird, können sich Bakterien vermehren. Gerade in Ferienhäusern oder Hotels an der Nordsee, die nicht ständig genutzt werden, ist ein Hygienekonzept wichtig.
  • Unklare Zukunftspläne: Wer heute in eine neue Ölheizung investiert, sollte mögliche gesetzliche Änderungen und steigende Ölpreise bedenken. Planung sollte daher offen sein für Hybridlösungen und die Einbindung weiterer Wärmequellen.

Professionelle Energieberatung und sorgfältige Installation vermeiden diese Fehler. Ein Fachbetrieb, der Erfahrung mit Öl‑, Solar‑ und Hybridanlagen hat, kann eine maßgeschneiderte Lösung erarbeiten.

Reale Szenarien

Um die theoretischen Überlegungen greifbar zu machen, lohnt ein Blick auf typische Anwendungsfälle:

  • Kleines Einfamilienhaus mit zwei Bewohnern: Hier reicht ein kompakter Brennwertkessel mit integriertem Warmwasserspeicher von ca. 80–100 Litern. Das Gerät benötigt wenig Platz und liefert bei korrekter Einstellung jederzeit warmes Wasser. Die Heizleistung ist relativ gering; daher ist die Einbindung einer Solarthermieanlage mit kleinem Kollektor denkbar, um den Brenner in den Sommermonaten abzuschalten.
  • Vier‑Personen‑Haushalt mit höherem Warmwasserbedarf: Ein separater Speicher mit 160–200 Litern und ein leistungsfähiger Brennwertkessel sorgen für ausreichende Reserven. Wird zusätzlich ein Solarthermie- oder Photovoltaiksystem installiert, empfiehlt sich ein bivalenter Speicher mit 300–400 Litern. Damit können sonnige Tage voll genutzt werden, und die Ölheizung bleibt länger ausgeschaltet.
  • Altbau in Schleswig‑Holstein mit moderatem Sanierungsstand: Das Gebäude verfügt über eine ältere Öl‑Heizung und plant die Integration von Solarthermie, um die gesetzliche 15‑Prozent‑Erneuerbaren‑Anforderung zu erfüllen. Hier sollte ein neuer bivalenter Speicher installiert werden, der die solare Unterstützung aufnehmen kann. Gleichzeitig ist ein Austausch des alten Niedertemperaturkessels durch einen Brennwertkessel sinnvoll, um Effizienz zu erhöhen und die Anforderungen des Gesetzgebers zu erfüllen.
  • Kleiner Gewerbebetrieb (Gastronomie): Der Warmwasserbedarf ist stark von Spitzenzeiten abhängig. Ein Speicher mit ausreichend Volumen und schneller Nachheizung wird gebraucht, damit während der Stoßzeiten stets genug Warmwasser vorhanden ist. Eine Zirkulationsleitung muss sorgfältig dimensioniert sein, um den Komfort für Gäste zu sichern, ohne zu viele Wärmeverluste zu erzeugen.

Diese Beispiele verdeutlichen, wie wichtig eine individuelle Betrachtung der Nutzungsgewohnheiten, der Gebäudehülle und der technischen Rahmenbedingungen ist.

Regionale Aspekte: Hamburg & Schleswig‑Holstein

Rechtslage in Schleswig‑Holstein

In Schleswig‑Holstein gilt das Energiewende- und Klimaschutzgesetz (EWKG). Für Gebäude, die vor 2009 errichtet wurden und bei denen die Heizungsanlage ersetzt oder neu eingebaut wird, schreibt das Gesetz vor, dass mindestens 15 Prozent der jährlichen Wärmeenergie aus erneuerbaren Quellen, elektrischem Strom oder unvermeidbarer Abwärme stammen müssen. Diese Vorgabe betrifft auch Öl‑Heizungen mit Warmwasserspeicher. Anrechenbar sind Solarthermie, oberflächennahe Geothermie, Biomasse (z. B. Holzpellets) oder Wärmenetze, deren Anteil an erneuerbaren Energien entsprechend hoch ist.

Praktisch bedeutet das: Wer eine ältere Ölheizung in Schleswig‑Holstein ersetzt oder eine neue Ölheizung einbaut, muss das System mit einer erneuerbaren Komponente kombinieren – etwa einer Solarthermieanlage, die den Warmwasserspeicher unterstützt, oder einem Anschluss an eine Nahwärmeversorgung. Alternativ kann auch eine Wärmepumpe einen Teil der Wärme bereitstellen. Ohne diese Ergänzung ist der Einbau nicht zulässig.

Anforderungen in Hamburg und bundesweit

Deutschlandweit gilt das Gebäudeenergiegesetz (GEG), das ab Juli 2026 (in Großstädten wie Hamburg) und ab Juli 2028 (in kleineren Gemeinden) beim Austausch von Heizungen einen Erneuerbaren‑Anteil von 65 Prozent vorschreibt. In Hamburg werden zudem separate Vorgaben umgesetzt, die den Einsatz reiner Öl‑ und Gasheizungen nach Abschluss der kommunalen Wärmeplanung weiter einschränken. Sobald die Wärmeplanung vorliegt, muss jede neu eingebaute Heizung in Bestands- und Neubauten 65 Prozent erneuerbare Energie nutzen.

Die 65‑Prozent‑Vorgabe ist technologieoffen: Sie kann durch Wärmepumpen, Solarthermie, Biomasse, Biomethan oder durch den Anschluss an ein Wärmenetz erfüllt werden. Für Ölheizungen bedeutet dies, dass H2‑ready‑ oder Hybridvarianten erforderlich sind. Solche Systeme können einen Teil der Wärme mithilfe von Solarthermie oder Wärmepumpen liefern, während der Brennwertkessel in Spitzenzeiten oder bei sehr niedrigen Außentemperaturen einspringt. Alternativ können Öl‑Brennwertgeräte mit synthetischem oder biogenem Brennstoff betrieben werden, sofern dieser den erneuerbaren Anteil erfüllt.

Hamburg hat außerdem die Nutzung von elektrischen Direktheizgeräten in neuen Heizungsanlagen ab 2026 untersagt und plant strengere Effizienzanforderungen an Bestandsgebäude. Für Öl‑Heizungen bedeutet dies, dass sie nur noch dort eingesetzt werden dürfen, wo keine Fernwärme, Gas- oder Wärmepumpenlösung verfügbar ist und eine hybride Ergänzung gewährleistet, dass die erneuerbare Quote erreicht wird. Eigentümer sollten daher frühzeitig die Wärmeplanung ihrer Kommune einsehen und klären, ob ein Anschluss an ein Wärmenetz vorgesehen ist.

Kosten- & Förderlogik

Anschaffungs- und Betriebskosten

Die Investitionskosten für eine Ölheizung mit Warmwasserspeicher setzen sich aus dem Brennwertkessel, dem Speicher, der Tankanlage und der Montage zusammen. Moderne Brennwertkessel sind technisch aufwendig, da sie hitzebeständige Wärmetauscher und Kondensatentsorgung benötigen. Der Warmwasserspeicher steigert die Kosten, je nach Volumen und Bauart (monovalent, bivalent, Schichtladespeicher) und je nachdem, ob er integriert oder separat aufgestellt wird. Zudem müssen ein doppelwandiger Heizöltank, der oft 2 000–3 000 Liter fasst, und ein säureresistenter Schornstein vorhanden oder nachgerüstet werden.

Im Betrieb beeinflussen folgende Faktoren die laufenden Kosten:

  • Brennstoffpreis: Heizölpreise unterliegen starken Schwankungen. Langfristig wird erwartet, dass die CO₂‑Bepreisung steigt, wodurch sich der Preis pro Liter erhöht.
  • Wartung: Der Brenner, die Regeltechnik, der Warmwasserspeicher und die Abgasanlage müssen regelmäßig gewartet werden. Eine professionelle Reinigung und Einstellung sichert den Brennwertbetrieb und beugt Schäden vor.
  • Stromkosten: Für Pumpe, Regelung und mögliche Zirkulationsleitungen fällt Strombedarf an.
  • Stillstandsverluste: Wärmeverluste am Speicher erhöhen den Ölverbrauch. Eine gute Dämmung und eine bedarfsgerechte Zirkulationssteuerung reduzieren diese Verluste.

Im Vergleich zu anderen Heizsystemen sind die Investitionskosten moderat; eine Wärmepumpe mit entsprechender Bohrung oder ein Fernwärmeanschluss ist oft teurer. Allerdings sind die Zukunftsperspektiven für Öl‑Heizungen unsicher. Gesetzgeber und Förderinstitutionen setzen zunehmend Anreize für erneuerbare Systeme. Wer heute in eine neue Ölheizung investiert, muss damit rechnen, dass die Betriebskosten durch CO₂‑Preise steigen und dass strengere Anforderungen an Effizienz und erneuerbare Energien hinzukommen.

Förderprogramme und steuerliche Aspekte

Bundesweit gibt es seit 2020 keine direkten Zuschüsse mehr für den Einbau von neuen Ölheizungen. Stattdessen fördert der Staat den Austausch alter Öl‑ oder Gasheizungen gegen effiziente und erneuerbare Heizsysteme. Programme wie die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) unterstützen den Einbau von Wärmepumpen, Biomasseheizungen und Hybridanlagen mit prozentualen Zuschüssen und zinsgünstigen Krediten. Für reine Öl‑Brennwertkessel gibt es keine BEG‑Förderung, es sei denn, sie sind Teil einer Hybridlösung mit einem erneuerbaren Anteil wie Solarthermie. In solchen Fällen kann der erneuerbare Anteil bezuschusst werden, während der fossile Anteil keinen Bonus erhält.

Darüber hinaus werden Maßnahmen zur Heizungsoptimierung, etwa der hydraulische Abgleich, der Einbau hocheffizienter Pumpen oder die Dämmung von Rohrleitungen, gefördert. Auch eine energetische Sanierung der Gebäudehülle kann über Steuerermäßigungen von der Einkommensteuer abgesetzt werden, was die Heizlast und somit die erforderliche Leistung der Heizung reduziert. Schleswig‑Holstein und Hamburg stellen ergänzende Förderprogramme für Solarthermie, Wärmepumpen oder Heizzentralen bereit, um die gesetzlichen Vorgaben zu erfüllen. Hausbesitzer sollten sich bei der Investitionsbank Schleswig‑Holstein (IB.SH) oder der Hamburgischen Investitions- und Förderbank (IFB) über aktuelle Programme informieren.

Langfristig können auch synthetische flüssige Brennstoffe (E‑Fuels) eine Rolle spielen. Sie sollen aus erneuerbaren Energien hergestellt werden und könnten in bestehenden Ölheizungen eingesetzt werden. Ihre Verfügbarkeit und Wirtschaftlichkeit sind jedoch unsicher. Steuerliche Begünstigungen für erneuerbare Brennstoffe könnten in Zukunft Anreize schaffen.

Entscheidungs- & Planungshilfen

Wann lohnt sich eine Ölheizung mit Warmwasserspeicher?

Die Entscheidung für eine Ölheizung mit Warmwasserspeicher ist heute keine Selbstverständlichkeit mehr. Dennoch gibt es Situationen, in denen sie eine praktikable Option bleibt:

  • Ländliche Gebiete ohne Gasnetz oder Fernwärme: In Regionen, in denen weder Erdgas noch Fernwärme verfügbar sind, ist Heizöl oft die einzige leitungsunabhängige Energiequelle. Ein Öl‑Brennwertkessel kann zuverlässig Wärme bereitstellen, insbesondere wenn das Gebäude bereits über einen Tankraum verfügt.
  • Hoher Wärmebedarf bei mäßiger Gebäudedämmung: In unsanierten Gebäuden mit hoher Heizlast liefert eine Ölheizung eine hohe Leistung und reagiert träge. Andere Systeme müssten gegebenenfalls überdimensioniert werden.
  • Als Übergangslösung: Wer in den nächsten Jahren eine umfassende Sanierung plant oder auf die kommunale Wärmeplanung warten muss, kann eine moderne Ölheizung als Übergangslösung installieren. Ein bivalenter Warmwasserspeicher erlaubt später die Einbindung von Solarthermie oder einer Wärmepumpe, um die gesetzlichen Anforderungen zu erfüllen.
  • Integration von Solarthermie: Wenn ausreichend Dachfläche vorhanden ist, kann eine Solarthermieanlage den Warmwasserspeicher über weite Teile des Jahres mit Wärme versorgen. Die Ölheizung springt nur ein, wenn die Solarenergie nicht ausreicht. So sinkt der Ölverbrauch deutlich, und die erneuerbaren Anforderungen können erfüllt werden.
  • Bestehende Infrastruktur: Wer über einen großen Öltank, einen passenden Schornstein und eine erst wenige Jahre alte Ölheizung verfügt, möchte diese vielleicht weiter nutzen. In diesem Fall kann der Austausch oder die Nachrüstung des Warmwasserspeichers eine wirtschaftliche Lösung sein, um Komfort zu erhöhen und das System für Hybridanwendungen vorzubereiten.

Trotz dieser möglichen Einsatzgebiete sollten Eigentümer stets die langfristige Perspektive berücksichtigen: der gesetzlich verordnete Abschied von fossilen Heizsystemen schreitet voran. Ein qualifizierter Fachbetrieb kann dabei helfen, eine Lösung zu finden, die den heutigen Bedarf deckt und offen bleibt für die Technik der Zukunft.

Planungsschritte und Checkliste

  1. Heizlast und Warmwasserbedarf ermitteln: Lassen Sie die Heizlast nach DIN EN 12831 berechnen. Sie berücksichtigt Gebäudegröße, Dämmstandard, Fensterflächen und Lüftungsverluste. Parallel sollte der tägliche Warmwasserbedarf anhand der Anzahl der Personen, des Verbrauchsverhaltens (Duschen, Baden, Waschmaschine) und der Leitungswege bestimmt werden.
  2. Art des Warmwasserspeichers wählen: Entscheiden Sie sich zwischen monovalentem, bivalentem oder Schichtladespeicher. Prüfen Sie, ob eine zukünftige Solaranlage oder Wärmepumpe angeschlossen werden soll. Für Familien oder gewerbliche Nutzer mit hohem Warmwasserbedarf sind größere separate Speicher sinnvoll, während integrierte Speicher bei Platzmangel ausreichen.
  3. Kesseltechnik festlegen: Wählen Sie einen modernen Brennwertkessel mit modulierendem Brenner, um den Brennstoff effizient zu nutzen. Achten Sie auf H2‑ready‑Eigenschaften, falls Sie langfristig synthetische Brennstoffe einsetzen möchten.
  4. Hydraulik planen: Dimensionieren Sie Heizflächen so, dass niedrige Vorlauf- und Rücklauftemperaturen möglich sind. Führen Sie einen hydraulischen Abgleich durch, um Temperaturunterschiede in den Heizkreisen auszugleichen. Planen Sie die Zirkulationsleitung sorgfältig und versehen Sie sie mit einer effizienten Pumpe und Steuerung.
  5. Kombination mit Solarthermie oder Wärmepumpe prüfen: In Schleswig‑Holstein ist dies für die Erfüllung der 15‑Prozent‑Regel oft notwendig. In Hamburg und bundesweit hilft es, die 65‑Prozent‑Vorgabe zu erreichen. Prüfen Sie die Dachausrichtung und Dachfläche für Solarkollektoren oder die Aufstellmöglichkeiten für eine Wärmepumpe.
  6. Tank und Abgasanlage überprüfen: Stellen Sie sicher, dass der Heizöltank den aktuellen Vorschriften entspricht (doppelwandig, mit Auffangwanne). Der Schornstein muss für Brennwerttechnik geeignet sein; eventuell ist ein Kunststoffrohr oder ein Edelstahlrohr einzuziehen.
  7. Fördermöglichkeiten nutzen: Informieren Sie sich über Förderprogramme der BAFA, KfW sowie über regionale Förderbanken in Hamburg und Schleswig‑Holstein. Bei Hybridheizungen können Zuschüsse und günstige Kredite die Investition deutlich reduzieren. Optimierungsmaßnahmen wie hydraulischer Abgleich werden ebenfalls bezuschusst.
  8. Montage und Inbetriebnahme: Wählen Sie einen zertifizierten Fachbetrieb. Die Profis kümmern sich um die fachgerechte Montage, Dichtigkeit der Öl- und Wasserleitungen, Einstellung der Regelung, Einweisung in die Bedienung und die gesetzlich vorgeschriebene Abnahme durch den Schornsteinfeger.
  9. Regelmäßige Wartung und Monitoring: Planen Sie jährliche Wartungen ein, um die Effizienz zu erhalten. Lassen Sie Brenner, Wärmetauscher, Regelung und Speicher prüfen. Kontrollieren Sie den Heizölvorrat, die Qualität des Öls und mögliche Feuchtigkeit im Tankraum. Überwachen Sie Energieverbrauch und Warmwasserkomfort, um bei Bedarf Einstellungen anzupassen.

Durch diese systematische Planung stellen Sie sicher, dass Ihre Ölheizung mit Warmwasserspeicher effizient, komfortabel und zukunftssicher arbeitet.

Orientierung und Handlungssicherheit

Eine Ölheizung mit Warmwasserspeicher ist nach wie vor ein praktikables Heizsystem für viele Bestandsgebäude, besonders in ländlichen Regionen ohne Gas‑ oder Fernwärmeanschluss. Sie verbindet die hohe Energiedichte des Heizöls mit dem Komfort eines vorgehaltenen Warmwassers und ermöglicht durch Brennwerttechnik eine hohe Effizienz. Mit einem korrekt dimensionierten Speicher, gut gedämmten Leitungen, niedrigem Rücklauf und einer smarten Regelung können Eigentümerinnen und Eigentümer den Brennstoffverbrauch deutlich senken und den Komfort erhöhen.

Gleichzeitig stehen klimapolitische Zielvorgaben vor der Tür: Schleswig‑Holstein verlangt bei Heizungserneuerungen 15 Prozent erneuerbare Energie; Hamburg und der Bund werden ab 2026 einen Anteil von 65 Prozent vorschreiben. Wer weiterhin auf Öl setzt, sollte deshalb die Einbindung erneuerbarer Energien einplanen – etwa Solarthermie oder Hybridlösungen mit Wärmepumpen –, um gesetzlichen Anforderungen zu erfüllen und langfristig Kosten zu sparen.

Die Wahl des richtigen Warmwasserspeichers ist dabei ein entscheidender Faktor: Er muss zum Verbrauch, zur Heizleistung und zu zukünftigen Erweiterungen passen. Speicher mit 30 bis 50 Litern pro Person haben sich als guter Richtwert bewährt, Anpassungen an die Leistung der Heizung und an die Nutzung sind jedoch nötig. Gerade bei Solarthermie oder hybridem Betrieb sollte der Speicher größer dimensioniert sein und bivalente Wärmetauscher besitzen.

Abschließend lässt sich festhalten: Eine Ölheizung mit Warmwasserspeicher kann noch viele Jahre zuverlässig arbeiten, wenn sie sorgfältig geplant, fachgerecht installiert und kontinuierlich gewartet wird. Sie ist aber keine Insel: Angesichts der gesetzlichen Entwicklung sollten Eigentümerinnen und Eigentümer die nächsten Schritte – Sanierung, Hybridbetrieb oder Umstieg auf erneuerbare Energien – frühzeitig in ihre Überlegungen einbeziehen. Ein Meisterbetrieb wie STEUER begleitet Sie dabei mit Erfahrung, Garantien und regionalem Know‑how für Hamburg und Schleswig‑Holstein.

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